Häufig gestellte Fragen (FAQ)
🌱 Über gemüslich
gemüslich ist ein kleinstrukturierter, bio-zertifizierter landwirtschaftlicher Betrieb in Freistadt. Hier wird saisonales Gemüse aus laufender Urproduktion nach den Prinzipien des Marktgartens angebaut, klar strukturiert und doch vielfältig und im Rhythmus der Natur. Der Fokus liegt auf Geschmack, Bodenfruchtbarkeit und einem achtsamen Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen.
gemüslich ist ein eigenständiger landwirtschaftlicher Betrieb. Der Verkauf erfolgt als Direktverkauf von Gemüse aus eigener Urproduktion.
gemüslich orientiert sich an den Werten der solidarischen Landwirtschaft – etwa Transparenz, faire Verteilung, Saisonalität und gemeinsames Tragen der Landwirtschaft. Rechtlich handelt es sich jedoch um einen Direktverkauf von landwirtschaftlichen Urprodukten. Es entsteht keine Mitunternehmerschaft, Beteiligung oder Risikotragung durch Kund:innen.
Solidarität zeigt sich bei gemüslich vor allem durch:
– transparente Einblicke in Anbau und Kostenstruktur,
– solidarisch gestaffelte Beitragshöhen,
– gleiche Wertschätzung aller Saisonanteile,
– einen bewussten Umgang mit natürlichen Schwankungen.
Alle Beiträge fließen in denselben gemeinsamen Kostenrahmen und ermöglichen die Fortführung der Produktion.
Rückmeldungen, Erfahrungen und Wünsche sind willkommen und fließen in die Weiterentwicklung von gemüslich ein. Eine rechtliche Einflussnahme auf betriebliche Entscheidungen besteht jedoch nicht.
🥕 Gemüse & Anbau
Bei gemüslich wachsen rund 50 bewährte, samenfeste Bio-Gemüsekulturen, Salate und Kräuter. Im Mittelpunkt stehen Geschmack, Vielfalt und Bekömmlichkeit – nicht perfekte Form oder lange Transportfähigkeit. Jede Saison gibt es zusätzlich ein bis zwei besondere Raritäten, die Abwechslung bringen.
Der Anbau erfolgt biologisch zertifiziert und überwiegend in Handarbeit. Gearbeitet wird im Marktgartensystem mit lebendigen Böden, Kompost, Fruchtfolgen und schonender Bodenbearbeitung. Ziel ist eine nachhaltige, resiliente Landwirtschaft, die langfristig Bodenfruchtbarkeit und Erträge sichert.
Geerntet wird möglichst kurz vor der Abholung, bei empfindlichen Kulturen oft direkt am Abholtag. So bleibt das Gemüse frisch, nährstoffreich und geschmackvoll. Die Ernte richtet sich nach Witterung, Reifegrad und natürlichem Wachstum.
Nach der Ernte wird das verfügbare Gemüse sortenrein vorbereitet. Je nach Kultur wird gebündelt, gezählt oder gewogen. Auf dieser Basis wird berechnet, welche maximale Menge sich jede Person pro Sorte entnehmen kann. Diese Richtmengen werden wöchentlich transparent kommuniziert.
Nein. Landwirtschaft folgt dem Rhythmus der Natur. Mengen, Sorten und Zusammensetzung variieren saisonal und witterungsbedingt. Es besteht kein Anspruch auf bestimmte Mengen oder Kulturen – dafür gibt es Vielfalt, Frische und saisonale Fülle.
Frühjahr: u.a. erste Salate, Kräuter, Spinat, Radieschen
Frühsommer: u.a. Mangold, Kohlrabi, Karotten, Frühzwiebeln
Sommer & Frühherbst: u.a. Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika sowie Brokkoli und Karfiol
Spätherbst: u.a. Kürbis, Kraut, Rote Rüben und lagerfähiges Wurzelgemüse
Witterung, Krankheiten oder Schädlingsdruck können Erträge beeinflussen. Solche Schwankungen gehören zur Landwirtschaft dazu und sind Teil der saisonalen Realität. Der Betrieb haftet nicht für Ernteausfälle oder geringere Mengen.
📦 Saisonanteile & Beiträge
Ein Saisonanteil berechtigt während der laufenden Saison zur Abholung von Gemüse aus der aktuellen Produktion von gemüslich. Er stellt keinen Ernte-, Produktions- oder Beteiligungsanteil dar, sondern dient als organisatorischer Rahmen für die maximale Abgabemenge pro Abholung.
Es gibt Vollanteile und Halbanteile:
– Vollanteile berechtigen zur wöchentlichen Abholung.
– Halbanteile berechtigen zur Abholung im 14-tägigen Wechsel.
Beide Varianten gelten für die gesamte Saison.
Eine Saison umfasst üblicherweise etwa 26 Wochen, von Mitte Mai bis Mitte November. Der genaue Starttermin wird vor Saisonbeginn bekanntgegeben.
Der Beitrag für einen Saisonanteil ist solidarisch gestaffelt:
– Basis – für alle, die gut dabei sein möchten
– Tragend – deckt die tatsächlichen Kosten des Betriebs
– Ermöglichend – schafft Spielraum für Entwicklung und Stabilität
Die Staffelung gilt für Voll- und Halbanteile.
Unabhängig vom gewählten Beitrag sind alle Saisonanteile gleichwertig.
Die solidarische Staffelung ermöglicht Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten die Teilnahme – bei gleicher Wertschätzung und gleichen Saisonanteilen.
Alle Beiträge fließen in denselben gemeinsamen Kostenrahmen und ermöglichen die laufende Produktion. Welchen Beitrag du wählst, entscheidest du selbst – ohne Bewertung und ohne Verpflichtung.
Nein. Es gibt keine Unterschiede in Menge, Qualität oder Auswahl des Gemüses. Die Beitragshöhe verändert ausschließlich den solidarischen Rahmen, nicht den individuellen Saisonanteil.
Die Zahlung erfolgt im Voraus entweder als Einmalzahlung vor Saisonbeginn oder per SEPA-Lastschrift in monatlichen Teilbeträgen über die Saison (sofern angeboten).
Die Zahlungspflicht besteht unabhängig davon, ob eine Abholung tatsächlich erfolgt.
Nein. Um Planungssicherheit zu gewährleisten und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist ein Ausstieg oder eine Pausierung während der laufenden Saison nicht möglich.
Wenn du einmal verhindert bist, kann dein Anteil gerne von einer anderen Person abgeholt werden.
Nein. Mit dem Saisonanteil entsteht keine Beteiligung, Mitunternehmerschaft oder Mitentscheidung am Betrieb. Kund:innen tragen kein unternehmerisches Risiko und haben keine rechtliche Einflussnahme auf betriebliche Entscheidungen.
🤝 Solidarisches Prinzip
Solidarität bedeutet bei gemüslich, dass Landwirtschaft gemeinsam getragen wird – mit all ihren natürlichen Schwankungen, ihrem Arbeitsaufwand und ihren laufenden Kosten. Es geht nicht darum, dass alle gleich viel leisten, sondern dass viele Menschen gemeinsam einen verlässlichen Rahmen schaffen.
Gemüseanbau ist nicht vollständig planbar. Wetter, Wachstum und Ernteverläufe verändern sich laufend. Die solidarische Struktur ermöglicht, dass der Betrieb unabhängig von kurzfristigen Ertragsschwankungen arbeiten kann – und gleichzeitig hochwertiges, regionales Bio-Gemüse entsteht.
Dein Beitrag deckt:
– die laufenden Betriebskosten,
– den Anbau von über 50 saisonalen Kulturen,
– die gesamte Arbeitszeit, die für Planung, Pflege, Ernte, Aufbereitung und Organisation notwendig ist.
Dein Beitrag dient der Deckung laufender Kosten. Er fließt in den gemeinsamen Kostenrahmen des Betriebs.
Die solidarische Staffelung schafft Raum für Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten. Manche können gerade mehr beitragen, andere weniger – beides ist gleichwertig. Die Staffelung ermöglicht Beteiligung, ohne jemanden auszuschließen oder zu bewerten.
Nein. Die Beitragshöhe begründet keine Beteiligung, kein Mitspracherecht und keine rechtliche Einflussnahme auf betriebliche Entscheidungen. Rückmeldungen und Austausch sind willkommen, die Betriebsführung bleibt jedoch eigenständig.
Nein. Kund:innen tragen kein unternehmerisches Risiko. Ertragsschwankungen, Witterungseinflüsse und betriebliche Entscheidungen liegen vollständig in der Verantwortung des Betriebs.
Freiwillige Mitarbeit ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Sie kann von gelegentlicher Mithilfe bis zur Unterstützung bei einzelnen Gemeinschaftstagen reichen. Auch ohne Mitarbeit bist du vollständig Teil von gemüslich – ohne Nachteile oder Erwartungen.
Nein. Freiwillige Mitarbeit begründet keine Ansprüche auf größere oder veränderte Gemüsemengen. Alle Saisonanteile bleiben gleichwertig.
Ein ehrlicher Umgang miteinander, transparente Kommunikation und das gemeinsame Tragen einer kleinstrukturierten Landwirtschaft – ohne Leistungsdruck, ohne Vergleich und ohne versteckte Erwartungen.
⏱️ Ablauf von Ernte & Abholung
Die Abholung findet wöchentlich an fixen Wochentagen direkt am Feld von gemüslich statt. Die Abholzeiten werden vor Saisonbeginn bekanntgegeben und bleiben über die Saison hinweg gleich.
Das Gemüse wird frisch auf den ersten Abholtag hin geerntet und bereitgestellt. Mehrere Abholtage bieten Flexibilität und erfolgen in Eigenverantwortung. Für beste Qualität empfehlen wir eine möglichst zeitnahe Abholung. Ein Anspruch auf Ersatz oder Rückerstattung aufgrund verminderter Frische an späteren Abholtagen besteht nicht.
Die wöchentlichen Mengen ergeben sich aus der jeweils aktuellen Ernte. Nach der Ernte werden die vorhandenen Gemüsesorten sortenrein in Kisten bereitgestellt. Auf Basis der Gesamtmenge wird berechnet, wie viel sich jede Person pro Saisonanteil entnehmen kann.
Vor jeder Abholung werden die maximalen Entnahmemengen je Sorte klar kommuniziert. Du entnimmst dir diese Mengen selbstständig aus den bereitgestellten Kisten – in deinem eigenen Tempo und nach Bedarf. Die aktuellen Entnahmemengen je Sorte sind auch klar ersichtlich in der Abholstation angebracht.
Die festgelegten Abholzeiten sind wichtig für einen fairen Ablauf. Erst zu diesem Zeitpunkt sind Ernte, Mengenberechnung und Vorbereitung abgeschlossen. Eine frühere Abholung würde die Gleichbehandlung aller beeinträchtigen und ist daher organisatorisch nicht möglich.
Schicke gerne jemanden vorbei, der den Anteil in Eigenverantwortung für dich abholt. Ein Abholablauf mit meiner Telefonnummer und die aktuellen Mengen hängen auch direkt an der Abholstation auf.
Nicht entnommenes Gemüse bleibt im System. Je nach Zustand und Menge wird es weitergegeben, verwertet oder anderweitig sinnvoll eingesetzt. Ein Anspruch auf Nachholung oder Rückerstattung besteht nicht.
Wenn du deine Abholung abgeschlossen hast, bestätigst du das durch ein Hackerl in der Liste, so behalte ich den Überblick über die Abholungen.
🧺 Auswahl, Tausch & Geschmack
Für einzelne Sorten gibt es eine freiwillige Tauschkiste. Dort kannst du Gemüse hineinlegen, das du nicht brauchst, und dir anderes nehmen. Die Tauschkiste ist ein Angebot – ohne Anspruch und ohne Verpflichtung. Getauschtes soll im eigenen Ermessen gleichwertig sein, damit die Tauschkiste für Nachkommende auch gut funktioniert.
Geschmäcker sind verschieden – das ist völlig okay. Du musst nichts mitnehmen, was du nicht verwenden möchtest. Die Tauschkiste oder das Weitergeben an andere sind gute Möglichkeiten.
Ja, sehr gern. Das Weitergeben im privaten Rahmen ist ausdrücklich willkommen.
📅 Saison, Start & Laufzeit
Eine Saison umfasst die gesamte Anbau- und Erntezeit eines Jahres. Die genaue Dauer wird vor Saisonbeginn bekanntgegeben.
Der Saisonstart richtet sich nach Witterung und Vegetation und liegt meist im Frühjahr Mitte Mai. Ein genauer Starttermin wird rechtzeitig kommuniziert.
Ein Einstieg ist grundsätzlich nur vor Saisonbeginn möglich. So bleibt die Planung für den Betrieb verlässlich.
Eine Pause oder ein vorzeitiger Ausstieg während der laufenden Saison ist leider nicht möglich. Der Saisonanteil gilt für die gesamte Dauer der Saison.
💶 Zahlung & Organisation
Die Zahlung erfolgt entweder als Einmalzahlung vor Saisonbeginn oder per monatlicher Abbuchung via SEPA-Lastschrift über die Dauer der Saison und kann bei der Anmeldung gewählt werden.
Ja, eine monatliche Zahlung per SEPA-Lastschrift über die laufende Saison ist möglich.
Wenn du einmal nicht abholen kannst, und auch sonst niemanden vorbeischickst, der deinen Anteil abholt, verfällt dein Anspruch auf diese Abholung. Es gibt keine Nachlieferung oder Gutschrift.
Nein. Eine Rückerstattung ist ausgeschlossen – unabhängig von Abholung, individueller Nutzung oder saisonalen Schwankungen.
🌾 Mitarbeit & Begegnung
Es kann vereinzelt Möglichkeiten zum freiwilligen Mithelfen geben, etwa bei gemeinschaftlichen Aktionen. Diese sind freiwillig und begründen kein Arbeits- oder Vertragsverhältnis.
Nein. Mitarbeit ist keine Voraussetzung für einen Saisonanteil.
Ja. Auch bei Selbstabholung gibt es Raum für Begegnung, Austausch und kurze Gespräche – ganz ungezwungen. Komm gerne auf ein kurzes Gespräch vorbei und lerne den Garten kennen, wenn ich gerade zwischen den Reihen oder in den Folientunnel arbeite.
Alle wichtigen Infos erhältst du regelmäßig per E-Mail oder über die vorgesehenen Infokanäle rund um Abholung, Saisonverlauf und Besonderheiten. Solltest du einmal eine E-Mail oder einen Verteiler nicht erhalten, so hängen die aktuellen Entnahmemengen auch klar ersichtlich in der Abholstation aus.
⚖️ Rechtliches & Klarstellungen
Nein. Mit dem Saisonanteil entsteht keine Beteiligung, Mitunternehmerschaft oder rechtliche Einflussnahme auf den Betrieb. Der Betrieb bleibt in allen betrieblichen Entscheidungen allein verantwortlich.
Nein. Es besteht kein Anspruch auf bestimmte Sorten, Mengen oder Qualitäten. Die Bereitstellung richtet sich nach der laufenden Ernte.
Landwirtschaft ist von Wetter und Natur abhängig. Schwankungen und Ausfälle können vorkommen und begründen keinen Anspruch auf Ersatz oder Rückerstattung.
Der Betrieb haftet nur für Schäden, die durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten entstehen. Für witterungsbedingte Ertragsschwankungen oder natürliche Gegebenheiten wird keine Haftung übernommen.
